Forellen-Saisonstart: 4 Tipps für den Frühling

In vielen Bächen endet Anfang April die Bachforellen-Schonzeit. Wir geben ein paar Tipps, wie Sie noch besser fangen.

Bachforelle im Kescher

Bild: E. Hartwich

Wo Hindernisse wie große Steine im Bach liegen, finden die Forellen Deckung.

1. Flache Hindernisse abangeln

Man kann sie gleich als Einsteiger outen, die Neulinge im Fliegenfischen. Beständig werfen sie ihre Fliegen genau ins tiefe Wasser in der Flussmitte. Doch hier stehen im April kaum Forellen, weil sie hier keine Deckung finden. Vielmehr stehen sie in flachem Wasser hinter Steinen und  in unterspülten Ufern, weil das Wasser hier wärmer ist und sie hier Deckung finden. Wenn wir vor solchen Hindernissen unsere Fliege anbieten, wird das  Einstrippen meist schnell mit einem Biss belohnt.

2. „Stein-Beißer“

Wo Forellen Nahrung finden, zum Beispiel Steinfliegen-Larven oder anderes Kleingetier, dort scheuen sie keine Mühe, um an die leckere Nahrung zu gelangen. So werden Köcherfliegen oft mitsamt ihrem Gehäuse mit einem satten Schmatzen eingesaugt. Manchmal haben die Fische auch kleinere Kiesel im Magen. Vor allem frisch besetzte Forellen verbinden mit den Kieseln einfallende Pellets und werden so zu „Steinbeißern“.

Bachforelle Steinfliegenlarve

Bild: E. Hartwich

Wenn Forellen auf Nahrungssuche sind, haben Insekten, die sich an Kiesel klammern, meist keine Chance mehr zu entkommen.

3. Das wurmt die Forelle

Auch einem Wurm kann eine Forelle nur selten widerstehen. Viele sehen es als Fischfrevel an, überhaupt mit Wurm auf Forellen zu angeln, weil untermaßige Fische den Köder tief schlucken und versterben. Dem muss nicht so sein, wenn man den Haken groß genug wählt und beim kleinsten Anzeichen eines Bisses anschlägt. Ein 2er Haken sollte es schon sein, damit die Forelle ihn nicht einfach wegschluckt. Auch ein 1/0er Haken ist möglich, wenn man wenig Erfahrung im Angeln auf Forelle mit Würmern hat.

Forelle mit Tauwurm

Bild: E. Hartwich

Der treibende Wurm ist ein exzellenter Köder.

 4. Keine Angst vor großen Ködern

Wie viele Raubfische scheut sich auch die Forelle nicht, ihre eigenen Artgenossen zu fressen. Wie Hechte, Barsche und Zander lebt sie kannibalistisch. Wenn man das Glück hat, dass eine Forelle ihre letzte Mahlzeit im Drill auswürgt, ist man oft erstaunt, welch gewaltige Brocken sie bei ihrer Nahrung bewältigt. Entsprechend groß dürfen manchmal auch die Köder sein. An anderen Tagen hingegen nehmen selbst große Forellen kleinste Larven. Wann die Fische in welcher Stimmung sind, muss man herausfinden.

Forelle mit Artgenossen

Bild: E. Hartwich

Diese Forelle lebt kannibalistisch und würgte einen Artgenossen im Drill hoch.

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