Mittlerweile dürfte eigentlich jeder wissen, dass die Berufsfischerei ein lukratives Geschäft ist. Ganze Fischpopulationen stehen
kurz vor dem Zusammenbruch. Forscher des Leibniz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel bieten Handy-Nutzern nun die
Möglichkeit über „Fisch im Handy“ jederzeit nachzuschlagen, ob der
ausgewählte Fisch dem Ozean auch ökologisch „korrekt“ entnommen
wurde.
Dr. Rainer Froese, Projektleiter und Fischereibiologe am IFM-GEOMAR, erzählt: „Wir wollen die Verbraucher in die Lage versetzen, zur verantwortungsvollen Nutzung der Ozeane beitragen zu können. Wenn die Nachfrage nach überfischten oder zu kleinen Fischen sinkt, dann lohnt es sich nicht mehr, diese zu fangen.“ Mit einem internetfähigen Mobiltelefon kann der Verbraucher jetzt unter fischimhandy.de erfahren, welcher Fisch aus einem Gebiet des Ozeans stammt, in dem Bestände schonend gefangen werden. Die Forscher haben die Empfehlungen von 18 verschiedenen Fischführern zusammengetragen und durch Angaben zur Größe bei Geschlechtsreife ergänzt. Das Informationssystem ist in zehn Sprachen nutzbar.