Wie weit schwimmt ein Dorsch? Wohin zieht der Aal? Und wie verändert sich das Verhalten von Haien? Um diese Fragen zu beantworten, setzen Wissenschaftler am Thünen-Institut auf Markierungstechniken. Seit 2014 wurden über 30.000 Wildfische mit sogenannten „Tags“ versehen – kleinen Markierungen, die wertvolle Daten über Wachstum, Wanderungen und Umweltbedingungen liefern.
Die Forscher nutzen dabei verschiedene Tag-Typen: einfache Spaghetti-Tags mit ID-Nummer, Datenspeicher-Tags, die Temperatur und Wassertiefe aufzeichnen, und Pop-up-Satelliten-Tags, die sich nach einer Zeit vom Fisch lösen und Daten via Satellit übermitteln.
Fünf Arten, drei Institute, ein Ziel: besser verstehen, wie sich Wildfische in Nord- und Ostsee sowie im Nordostatlantik bewegen, wachsen und überleben.
Die einzelnen Forschungsbereiche:
- Ostseefischerei: Markierung von Dorschen, Plattfischen und seit 2024 auch Lachsen
- Seefischerei: Erforschung des Wanderverhaltens von Hundshaien
- Fischereiökologie: Analyse der Abwanderung des Europäischen Aals aus deutschen Gewässern
Wer einen markierten Fisch fängt, wird gebeten, den Fund beim Thünen-Institut zu melden – jede Rückmeldung liefert wichtige Informationen für den Schutz der Fischbestände.
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