Frankreich: Lebendköder verboten!

Ein Gesetzesentwurf im Dezember bahnte den Weg zum jetzigen Entschluss: Keine Lebendköder mehr in Frankreich. Das Verbot umfasst die Angelei im Süß- und Salzwasser und gilt für Fische, Tintenfische und Krabben.

Wels mit Köderfisch am Drachkovitch-System im Maul

Bild: O. Portrat

Ein toter Köfi (z.B. am Drachkovitch-System) ist nach wie vor erlaubt, nur leben darf er nicht mehr.

Nun ist es auch in Frankreich soweit: Das Angeln mit Lebendköder ist sowohl in Süß- als auch Salzwasser verboten worden. Grund für den Gesetzesvorschlag, der bereits im Dezember 2024 veröffentlicht wurde: Der Tierschutz. Dieser Vorschlag wurde nun angenommen. Die neue Regelung tritt ab dem 01. Mai 2025 in Kraft und verbietet nicht nur die Verwendung, sondern auch den Verkauf von Lebendködern. Auch die Zucht, der Fang und die Vermarktung von Tieren, die als lebende Köder für die Angelei verwendet werden sollen, ab sofort verboten.

Lebendköder-Verbot in Frankreich: Keine Tintenfische oder Krabben am Haken

Damit zieht Frankreich nach, während die Angelei mit lebendigen Fischen bereits in Deutschland, der Schweiz und Österreich verboten ist. Der Unterschied: In Frankreich dürfen nicht nur keine lebenden Fische, sondern auch keine lebenden Wirbeltierarten, Zehnfußkrebse und Kopffüßer an den Haken gesteckt werden. Angler dürfen also keine lebenden Fische, Tintenfische oder Krabben mehr als Köder verwenden.

Tintenfisch mit zwei Haken

Bild: S. Rose

Tintenfische dürfen noch als Köder genutzt werden, nicht aber mehr in lebendiger Form.

Was fängt man im Meer vor Frankreich?

Die Küstengewässer Frankreichs bieten eine beeindruckende Vielfalt an Fischarten – sowohl für Freizeitangler als auch für kommerzielle Fischerei. Je nach Region und Saison variieren die Fangmöglichkeiten. An der Atlantikküste sind Wolfsbarsch, Makrele, Meerbrasse (Dorade), Seehecht und Steinbutt besonders begehrt. Zudem findet man Pollack und Seeteufel in tieferen Gewässern.

Angler mit roter Mütze präsentiert gefangenen Wolfsbarsch vor Frankreichs Küste

Bild: C. Chew

Wolfsbarsche zählen zu den beliebtesten Zielfischen vor Frankreichs Küsten.

Im Mittelmeer herrschen wärmere Temperaturen, was eine andere Artenvielfalt mit sich bringt. Hier sind Goldbrassen (Dorade Royale), Zahnbrassen, Rotbrassen und Barrakudas häufige Fänge. Zudem ziehen im Sommer Schwertfische und verschiedene Thunfischarten in die Küstengewässer. In der Ärmelkanal-Region dominieren Plattfische wie Scholle und Flunder. Wolfsbarsche sind ebenfalls sehr begehrt, besonders im Mündungsbereich größerer Flüsse. Frankreichs Meeresgebiete bieten also zahlreiche Möglichkeiten für Angler – von leichtem Küstenangeln bis hin zum Hochseefischen auf Großfische. Besondere Fangmethoden wie das Angeln mit Oberflächenködern auf Wolfsbarsch oder das Jiggen auf Seelachs machen das Angeln hier besonders spannend.

 


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