Aktives Karpfenangeln: Im Frühjahr mit der Pose!

Die Karpfenangler Ben Scholten und Floris Warmenhoven sind Brüder im Geiste. Im Frühjahr stellen beide ihrem Zielfisch mit einer Posenmontage nach. Robert De Wilt und Joran Bal haben die Karpfen-Spezis auf ihren Touren an kleine Gräben begleitet und festgestellt: Das bringt Spaß, ist effektiv und einfach nachzumachen!

Ben Scholten und Floris Warmenhoven betreiben gerne aktives Karpfenangeln mit der Pose

Bild: S. Boer, F. Van Der Burg

Während Ben Scholten beim aktiven Karpfenangeln mit der Pose auf ein paar vielleicht etwas ungewöhnlichere Köder setzt, fängt Floris Warmenhoven seine Fische gern mit einem selbst hergestellten Teig. Aus ihren Erfolgsrezepten machen beide Angler kein großes Geheimnis.

Nicht nur Gewässer auf dem Land bieten eine schöne Kulisse für das Posenangeln, auch die Stadt hat ihre Reize. Hier gibt es oft einen überraschend guten Karpfenbestand. Aktives Karpfenangeln steht auf dem Programm und so besuchen wir Ypenburg, einen Neubaubezirk von Den Haag im Westen der Niederlande. Hier sind wir mit Ben Scholten für ein bisschen Wanderangeln zwischen den Häusern verabredet.

Im ersten Moment fühlen wir uns an das Lied „Oh oh, Den Haag“ erinnert, als Ben mit seinem Motorroller vorfährt. Der einzige Unterschied zum Videoclip von Sänger Harrie Jekkers ist, dass Ben kein Mädel hinten drauf hat, sondern einen Eimer mit Futter – oder zumindest das, was davon übrig ist. „Vor zwei Stunden habe ich an sieben über den Bezirk verstreuten Spots angefüttert. Diese werden wir jetzt nacheinander abangeln“, sagt Ben.

Aktives Karpfenangeln mit Mais und Maden

Im Gegensatz zu den Stadtkanälen von Den Haag – wo seit 15 Jahren ein erfolgreiches Spiegelkarpfenprojekt läuft – wird das Grabensystem von Ypenburg von Schuppenkarpfen dominiert. „Gelegentlich sind ein paar schöne Spiegler dazwischen“, sagt Ben, als er seine Pose an der ersten Stelle ablegt – dicht am Schilfgürtel neben einer Brücke.

Am Haken der Größe 6 hängen ein Maiskorn und fünf Maden. „Sie sollten sich anständig bewegen. Das erregt die Aufmerksamkeit der Fische. Natürlich gibt’s hier auch Weißfische, aber Bisse von Brassen, Giebeln oder auch Schleien muss man beim Posenangeln hinnehmen“, sagt er. Als Ben seine Rute ans Brückengeländer stellt, hebt sich die Pose ein bisschen an und scheint sich auch ein paar Zentimeter zur Seite zu bewegen.

Anfutter und Köder für das Posenangeln auf Karpfen

Bild: F. Van Der Burg

Zum Anfüttern verwendet Ben sogenannte „Snoepzaad“. Die speziellen Samen sind noch feiner als herkömmliches Taubenfutter. Bens erste Köderwahl an der einfachen Posenmontage ist ein Mais-Maden-Cocktail auf dem Haken.

Nicht zu schnell anschlagen!

Ben schnappt sich zügig seine 3,85 m lange Posenrute, setzt aber keinen Anhieb. „Das war zu wenig überzeugend. Gut möglich, dass es nur ein Schnurschwimmer war oder ein Rotauge, das an den Maden knabbert“, erklärt der Karpfen-Spezi.

„Ich schlage nur an, wenn es einen deutlichen Biss gibt oder wenn die Pose richtig wandert. Ich angle absinkend mit nur einem Schrot. Bei dem Gewicht dieses einen Bleischrots, das sich ungefähr 8 cm über dem Haken befindet, sinkt meine Pose. Ich stelle die Montage so ein, dass nur ihre Spitze aus dem Wasser ragt. Wenn der Karpfen den Köder ansaugt, wird das Bleischrot vom Boden gelöst und die Pose hebt sich automatisch an. Manchmal so deutlich, dass sie sich flach auf die Wasseroberfläche legt“, erklärt er.

Steigende Vorfreude

Ben hat keine Angst, dass er vorsichtige, aber sichere Bisse verpasst, wenn er etwas länger wartet, um anzuschlagen. „Wenn man einen Schnurschwimmer anschlägt, besteht die Gefahr, damit einen beißenden Fisch zu verscheuchen. Wenn man nicht anschlägt, bleibt der Fisch in der Regel ungestört am Köder. Man erhält dann automatisch eine weitere Chance. Vor allem in Gewässern, in denen die Fische nicht allzu scheu sind.“ In den folgenden 15 Minuten passiert nichts, woraufhin Ben sich den Motorroller schnappt. Auf geht’s zum nächsten Futterplatz.

Bewährte Methode: Aktives Karpfenangeln mit der Pose

Ypenburg ist eine große Stadt. Hier kann man ideal mit dem Fahrrad oder Roller von einem Angelplatz zum anderen fahren. An der zweiten Stelle platziert er seine Pose direkt am Betonfundament der Brücke. Ben angelt seit über 25 Jahren auf Karpfen und seit mindestens 20 Jahren mit der Pose. „Man braucht nicht viel Ausrüstung und kann in ein paar Stunden mehrere Stellen befischen. Das ist effektiver als den ganzen Tag auf ein und demselben Platz zu angeln und auch spannender. Jedes Mal, wenn man an der nächsten Futterstelle ankommt, ist die Spannung groß, ob ein hungriger Karpfen am Platz ist.“

Zum Angeln mit dem Roller

Bild: F. Van Der Burg

Schnelle Stellenwechsel: Ben fährt die Spots in der weiträumig angelegten Neubausiedlung von Ypenburg (NL) mit seinem Roller an.

Samenhafte Köstlichkeiten

Obwohl das Grundprinzip von Bens Karpfenangelei einfach ist – mehrere Futterplätze anzulegen und diese ein oder zwei Stunden später nacheinander abzuangeln –, hat jeder Angler noch seine eigenen kleinen zusätzlichen Tricks. „Das Zeug im Futtereimer sieht aus wie normales Taubenfutter, aber es heißt „Snoepzaad“ (Süßigkeitensaat). Das Gute an diesen Samen ist, dass sie noch feiner und kleiner sind als Taubenfutter. Diese halten die Fische bei ihrer Suche nach Futterpartikeln länger am Platz, sodass sie nicht schon weitergezogen sind, wenn Sie ein paar Stunden später mit der Rute zurückkommen“, verrät Ben.

Auch die Zubereitung ist einfach: „Zuerst 12 bis 24 Stunden lang einweichen und dann 30 Minuten kochen. Snoepzaad quillt auch nach dem Einweichen und Kochen weiter. Stellen Sie also sicher, dass Sie es einen Tag länger unter einer großzügigen Schicht Wasser stehen lassen. Die Samen verdoppeln fast ihre Größe. Abschließend mische ich immer noch ein paar gekochte Hanfsamen und Dosenmais darunter.“

Ein Brassen gefangen beim aktiven Karpfenangeln

Bild: F. Van Der Burg

Ein Brassen als Beifang: Beim Posenangeln liegt Bens Verhältnis von Karpfen zu Weißfischen bei circa 60 zu 40.

Angeln im Frühjahr: Im Namen der Pose

Das Posenangeln ist eine typische Frühjahrsangelei. Im April, Mai und Juni suchen die Karpfen flache Ränder und Ecken nach Nahrung ab. Außerdem sind sie jetzt tagsüber sehr aktiv, und im Gegensatz zum Sommer gibt es kaum Wasserpflanzen oder hohes Schilf, die einen stören könnten. Was sich jedoch nicht vom Sommer unterscheidet, sind die Stellen mit einem sehr weichen, schlammigen Boden. Denken Sie hierbei an die Ecken, in die der Wind das ganze Jahr über Schmutz und Laub weht. Oft sind es gerade solche „schmutzigen Stellen“, die wahre Karpfenmagneten sind.

Lieblingsköder mit Rosinen

„Lachen Sie jetzt nicht, aber mein Lieblingsköder ist ein Stück Rosinenbrötchen“, sagt Ben. „Ich habe das einmal zufällig herausgefunden, als ich in einer schlammigen Ecke angelte und deutlich sehen konnte, wie drei Karpfen fraßen. Die beiden Maiskörner an meinem Haken nahmen sie aber nicht, vermutlich weil sie im Schlamm versunken und nicht mehr zu sehen waren. Rein zufällig hatte ich zum Mittagessen Rosinenbrötchen dabei. Ich zog ein Stück auf den Haken – mit der Idee, dass es schön über dem schlammigen Grund schweben würde.“

„Sie können sich denken, wie das ausgegangen ist. Seitdem habe ich fast immer Rosinenbrötchen dabei.“ Trotz der Rosinenbrötchen endete die heutige Session ganz anders: Erst an der letzten Futterstelle bekam Ben einen Biss – von einem Brassen. „Ich will nicht nach Ausreden suchen, aber heute war’s wirklich kalt. Letzte Nacht hatten wir sogar Frost. Vergangene Woche war’s hier wirklich schön, aber auch viel milder.“ Doch keine Sorge, bei einem zweiten Ausflug im Frühjahr hat Ben auch Karpfen gefangen – mit der gleichen Herangehensweise.

Rosinenbrötchen als Karpfenköder

Bild: F. Van Der Burg

Alternativer Köder: Ein Stück Rosinenbrötchen eignet sich ideal als schwimmender Köder auf butterweichem Schlammgrund.

Aktives Karpfenangeln mit Teig am Haar

Bevor der Boilie erfunden wurde, fischten Karpfenangler viel mit Teig. Floris Warmenhoven macht das auch noch heute, allerdings mit dem Köder am Haar statt am Haken. Zwischen den Gewächshäusern von Westland zeigt uns der Den Haager, wie er dabei vorgeht. „Ich glaube, die Küchenwaage war nicht richtig eingestellt“, sagt Floris, während er einen gelben Teigklumpen aus einer Tupperware-Box holt.

„Oder vielleicht war ich auch nur ein bisschen zu enthusiastisch mit den Haferflocken bei der Arbeit mit nassen Fingern“, lacht er. „Dieser Teig hat für meinen Geschmack einfach nicht die richtige Konsistenz.“ Mit ein wenig zusätzlicher Knetarbeit gelingt es ihm jedoch, ein Teigstück von der Größe eines kleinen Eies an dem Haar zu befestigen. Richtig: an das Haar. „Ich habe eine kleine Plastikkugel am Haar befestigt, die als Träger für den Teig dient. Betrachten Sie es als eine alte Technik, die ich zu neuem Leben erweckt habe.

Ein Klassiker neu aufgelegt

Durch das Angeln mit Teig begibt sich Floris auf eine Reise in die Vergangenheit. „Als kleiner Junge habe ich Karpfen geangelt und bin dafür nach Den Haag gefahren, um den erwachsenen Männern dabei zuzusehen. Damals – die Boilie-Ära war noch nicht angebrochen – wurde es hauptsächlich mit Teig oder einer Kartoffel gemacht.“ Da er gerne experimentiert, greift er bei seinem Karpfenangeln auf diesen ersten Klassiker zurück.

Teig für das Posenangeln auf Karpfen

Bild: S. Boer

Aromatische Vielfalt: Floris nimmt mehrere Teigvarianten mit ans Gewässer, um den Fischen verschiedene Geschmacksrichtungen anbieten zu können.

„Mais oder Kichererbsen werden nach einer Weile immer etwas schal. Und in stark beangelten Gewässern kann der Teig sehr effektiv sein. Dort können Futterstellen mit Boilies, die eine starke Duftspur verbreiten, das Signal für die Karpfen sein, lieber weiter zu schwimmen, weil sie dort bereits einmal gehakt worden sind und den Platz daher meiden.“ Hier im Westland wird zwischen den Gewächshäusern auch viel auf Karpfen geangelt.

Teig am Haar: Abheben von der Masse

„Teig am Haar ist einfach ein bisschen anders als das, was alle anderen machen“, sagt er im breiten Haager Dialekt. „Dass dies nicht die erste Wahl vieler Karpfenangler ist, sehe ich als Vorteil. Der Fisch begegnet dieser Art von Köder nicht sehr oft und seine Neugierde wird daher schneller geweckt. Wenn sich bei der näheren Betrachtung herausstellt, dass er sie fressen kann, sollte man sich nicht wundern, wenn die Pose schnell wegzieht.“

An der ersten Stelle, die wir besuchen, laufen die Dinge jedoch ein wenig anders. Direkt am Ufer sehen wir im Wasser zwar Schlammwolken von einem fressenden Fisch, aber die Freude über dieses ermutigende Zeichen ist nur von kurzer Dauer. Im benachbarten Gewächshaus wird gerade eine zerbrochene Glasscheibe ersetzt, begleitet von lautem Gerede, stampfenden Schritten und einem aufs Wasser klatschenden Gummischlauch. „Wir machen hier besser Schluss – genau wie die Karpfen“, sagt Floris, während er seine Pose aus dem Wasser hebt.

Angler füttert an einem Graben an

Bild: S. Boer

In den unscheinbaren Gräben zwischen den Gewächshäusern gibt es so manche Überraschung.

Aktiv bleiben: Karpfen suchen und finden

Floris wechselt kurzerhand auf die andere Straßenseite, kniet sich dort an einem Durchlass nieder und wirft eine Handvoll Schaffutter um die Pose herum ein, um die Fische an den Teig zu locken. „Damit fütterte mein Onkel Jan immer. Ich füge oft Sojasauce oder Lachsöl hinzu, um den Geschmack zu verstärken und eine zusätzliche Geruchsspur zu erzeugen“.

Der Teig hält… und hält… und hält!

Nachdem er etwa 20 min lang die orangefarbene Antenne der Pose beobachtet hat, zieht Floris wieder weiter. „Es ist noch früh im Jahr und die Fische schwimmen nicht viel. Wenn die Karpfen stillliegen, muss man sie suchen.“ An der dritten Stelle – einem Graben inmitten der Gewächshäuser – wirft er die Rute wieder aus. Mir fällt auf, dass der Teig nach einer Stunde Angeln immer noch fest am Haar sitzt.

„Das ist nicht schlecht, oder? Bei einem Test in einer Wanne mit Wasser löste sich der Teig erst nach etwa zwölf Stunden auf. In der Praxis wird es etwas schneller gehen mit all dem Einholen und Auswerfen, aber er wird sicherlich nicht einfach so vom Haar oder vom Haken fallen.“ Sollte es dennoch mal der Fall sein, ist dies der ideale Zeitpunkt, um eine andere Geschmacksrichtung auszuprobieren. „Ich habe oft mehrere Teigsorten dabei, damit ich variieren kann. Mit drei Klumpen hat man mehr als genug Köder für einen ganzen Angeltag.“

Angler drillt einen Karpfen

Bild: S. Boer

Floris gelingt es im letzten Moment, die Flucht des Karpfens in den Durchlass zu parieren.

Teig-Dip-Tipp für aktives Karpfenangeln

Inzwischen, nachdem wir noch ein paar Mal die Stelle gewechselt haben, sind wir vollständig von Tomaten, Paprika und Zierblumen umgeben. „Es mag ein ziemlich skurriler Ort sein, aber man sollte sich nicht täuschen lassen und vergessen, was hier herumschwimmt“, sagt Floris, als wir uns neben einem Gewächshaus ins Gras setzen. In solchen unscheinbaren Gräben – die manchmal recht flach sind – kann man wirklich schöne Fische finden.

Um diese Chance zu erhöhen, beschließt er, den Teig zu dippen. „Jetzt verwende ich etwas Flüssigkeit aus einer Dose Mais, die zufällig zur Verfügung steht, aber man kann auch Soja oder Öl verwenden. Es muss nicht immer penetrant riechen.“ Eine kleine Spur kann bereits ausreichen, um Fische anzulocken. Das kann auch durchaus ein Brassen als Beifang sein. „Ich würde gerne sehen, wie die Pose jetzt abzieht. Und wenn es ein Brassen ist, handelt es sich oft um einen großen ‚Klodeckel‘. So eine Kugel aus Teig ist nämlich nicht für jeden Fisch geeignet.“

Schaffutter als Anfutter für das aktive Karpfenangeln

Bild: S. Boer

Lockende Pellets: Floris füttert gerne mit Schaffutter an und aromatisiert dieses oft zusätzlich mit Sojasauce oder Lachsöl.

Aktives Karpfenangeln: Eine Viertelstunde zum Glück

Da es bereits auf das Ende des Nachmittags zugeht, beschließen wir, zum Ausgangspunkt unserer Angeltour zurückzukehren. Auf dem Rückweg sucht Floris ein paar Stellen auf, an denen er zuvor gefüttert hat. „Wer weiß, vielleicht gibt es dort jetzt ein paar Fische.“ Doch er wird enttäuscht, denn die erhofften Bisse bleiben weiterhin aus – egal, wo er seine Pose auch ablegt. Eine letzte Stelle an einem Durchlass muss die Rettung bringen.

„Ich hoffe, dass es hier in der nächsten Viertelstunde beißt“, sagt Floris. Es soll keine 15 Minuten dauern, sondern eher Sekunden. Er hat noch nicht einmal zu Ende gesprochen, als die Pose untergeht. Völlig überrascht von diesem Moment, dauert es eine Weile, bis er den Haken setzt. Der Fisch entscheidet sich dazu, in den Durchlass zu schwimmen. Die Schnur schrammt nur knapp am Beton vorbei. Floris gelingt es, diesen Fluchtversuch abzufangen und die Angelegenheit schnell zu erledigen. Mit einem breiten Grinsen posiert er für den Fotografen. „Es ist kein Monster, aber ich war selten so glücklich über einen Karpfen“, gesteht Floris lachend.

Floris´ Teig für aktives Karpfenangeln

Während Floris senior (84) eine äußerst ausführliche Liste mit festen Zutaten für die Herstellung seines Teigs hat, ist Junior in der Küche nicht so streng. „Für diesen Artikel habe ich ihn nach seinem Rezept gefragt, aber nach der x-ten Schaufel von diesem und jenem habe ich den Überblick verloren“, sagt Floris. Er selbst ist eher pragmatisch. „Wenn ich altes Brot oder Salzkartoffeln übrig habe, dann dient das als Grundlage für den Teig. Aber ich nehme genauso gerne Lebkuchen, Frühstückshaferflocken oder ein paar zerbröselte Boilies.“

Herstellung eines Angelteiges

Bild: S. Boer

Floris ist flexibel, was seinen Teig angeht. Die Zutaten hängen davon ab, was die Küche hergibt.

Es ist gar nicht so kompliziert: Schauen Sie einfach, was in der Küche vorhanden ist, und werden Sie kreativ – so macht es am meisten Spaß. Um den Teig attraktiver zu machen, fügt er Geschmacksstoffe wie Salz, Zucker oder Maggi hinzu. Nach dem „Kochen“ ist es an der Zeit, das Produkt zu testen. „Wenn man selbst in der Pfanne gerührt hat, will man doch schließlich auch wissen, ob man es essen kann, oder nicht? Oft ist es so, auch wenn nicht alles nach Ihrem Geschmack ist.“

Eine Teigkugel richtig am Haar anködern

Während Karpfenangler früher eine Brotkruste auf den Haken steckten, um den Teig besser am Haken zu befestigen, entscheidet sich Floris heute dafür, ein Kügelchen auf das Haar unter einem Haken der Größe 6 oder 8 zu ziehen. „Es kann aus Kork oder Plastik sein, solange es den Teig hält. Man knetet ihn fest herum und er bleibt relativ lange hängen.“

Teig anködern; Kugel am Haar

Bild: S. Boer

Der Teig um eine Kugel am Haar hält ewig.

Er bietet den Teig dann an einer einfachen Posenmontage an. Seiner Meinung nach ist diese Technik effektiver als das Angeln mit Teig an freier Leine. „Früher habe ich das auch gemacht, aber wenn ich einen Biss bekam, habe ich oft ein Loch in die Luft geschlagen. Vor allem in dieser Gegend gibt es manchmal eine Menge Krebse, die am Teig knabbern. Mit einer Pose kann man das besser erkennen. Außerdem finde ich es auch viel schöner, wenn ich dabei zusehen kann, dass die Pose aufsteigt oder wegzieht.“

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