Zurück aus Sardinien vom YPC BASS, einem Angelturnier mit Zielfisch Schwarzbarsch, sprich Bass, spüre ich noch das Rütteln in den Handgelenken. Ich sehe die Fische vorm inneren Auge noch auf der Schwanzflosse tanzen und würde so gern noch manche offene Rechnung begleichen… Auch wenn beide Fische mit ähnlichen Methoden beangelt werden, sind sie doch ein bisschen anders drauf. Der Bass ist wahrscheinlich ein bisschen berechenbarer als der Barsch. Das nutzen die Bassangler aus, um eine Erfolgsstrategie (der Ami spricht vom „Pattern“) herauszuarbeiten und diese dann als Blaupause über das Gewässer zu legen. So können die Cracks zuverlässig aussichtsreiche Plätze decodieren und die Erfolgsmethoden definieren.
Bild: J. Dietel
Pattern: Das heißt ausarbeiten, welcher Spot funktioniert, und das auf das restliche Gewässer übertragen.
Barsch mit Pattern, nach Bass-Manier
Selbst, wenn der heimische Barsch nicht ganz so standorttreu ist, kann man diese Pattern-Nummer gut auf unsere Angelei übertragen. Wenn ihr die Barsche also im Mai mit flachlaufenden Wobblern an den Seerosen fangt, lohnt es sich, andere Seerosenfelder zu suchen, um diese ebenfalls abzuwobbeln. Da wird es dann gute und schlechte Seerosenfelder geben. Um Erfolge zu wiederholen, schaut ihr euch die Erfolgsspots genauer an.
Bild: J. Dietel
Dieser Barsch hat sich eine Larve an der Chebu geschnappt – vielleicht funktioniert dieses Ködermuster auch an ähnlichen Spots im See?
Handelt es sich um eine große Flachwasserzone? Ist die Fahrrinne in Reichweite? Gibt’s direkten Anschluss ins tiefe Wasser? Ist der Boden schlammig oder muschelig? Ballert’s nur bei auflandigem Wind? Geht’s erst in der Dämmerung los? Mögen sie schnelle oder langsame Köder? Sind Schockfarben besser oder Naturdekore? Und dann nehmt ihr euch eine gute Gewässerkarte (ich empfehle Navionics), macht Google Maps auf (hier sieht man auch viele Strukturen im Gewässer) und begebt euch auf die Suche nach ähnlichen Konditionen. Und wenn ihr die gefunden habt, wird’s da auch beißen!
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