Saisonbeginn erster Mai 
Die Zander haben noch Schonzeit, also soll es auf Hechte gehen.
Wir suchten uns einen schönen Kiessee für den Kulttag heraus, einen mit Krautbänken, so dass Hechte viele Verstecke haben und gedeihen können 
Ein frostiger Morgen begrüßte uns am See, Nebel lag über dem Wasser.
Die Wobbler furchten den See. Nicht lange und mein Angelfreund hatte den ersten 60er Hecht im Boot.
Abgemagert vom Laichen und noch etwas davon gezeichnet. Er durfte zurück.
Ein Wobblerwechsel bescherte mir etwas später einen bezahnten Fang. Etwa drei Pfund schwer, für den See untere Grenze, ebenfalls released.
Lange geschah nichts.
Gegen Mittag wechselte ich auf Gummifisch. Mein Liebling, ein Hechtimitat kam an die Leine.
Bereits nach kurzer Zeit bekam ich einen heftigen Biss, der Anhieb saß prompt 
Schwerer Widerstand etwa 30 Meter vom Boot entfernt. Plötzlich drehte der Fisch und folgte brav dem Köder.
Hm, könnte ein Großhecht sein. Die kommen scheinheilig vors Boot und anschließend randalieren sie 
Ich bekam den Gegner nicht zu sehen, er bohrte in der Tiefe.
Doch ein Zander? Dann aber der Riesenzander, es kämpfte nämlich stark am Ende der Schnur.
Mit ordentlichem Druck brachte ich den Fisch dazu sich zu zeigen, ein kapitaler Hecht kam längsseits.
Mann, ein wahres Krokodil 
Der Lachskescher meines Freundes half dem Fang ins Boot.
Der Hecht meiner Träume, vielleicht der Hecht des Lebens.

1,16 m und 12,35 kg, ein wahrer Riese, der auch aus dem Bodden stammen könnte.
Die zwei 60er Hechte, welche ich bis zum Abend noch fing gerieten glatt zur Nebensächlichkeit.
Der Große überragte an dem Tag einfach alles.