Beiträge von Lahnfischer

    Das einzige Problem beim Wels auf Jerkrute ist, daß die Rute sehr kurz ist, zumindest, wenn du wie ich von Ufer aus jerkst.
    Wegen des kurzen Griffstücks kann man sich die Rute schlecht unter die Achsel klemmen, um Druck auszuüben, außerdem fällt wegen der Länge das dirigieren gerade beim Uferbewuchs schwer.
    Den Wels auf meinem Avtar habe ich auf Jerk Small Fat Flipper in der Lahn vom Ufer aus gefangen, war 1,07 Meter lang.

    Wenn es dem Hecht nicht gerade das Maul zugenagelt hat, wird er es überstehen.
    Schade nur, daß du, obwohl du die Methode kennst, den Haken durch die Kiemen von hinten zu entfernen, diese nicht genutzt hast.
    Dazu einfach den Kiemendeckel anheben, der Hecht macht nun automatisch das Maul auf, das Vorfach bestens vorher schon lösen, dann mit der Zange den Drlling entfernen, und samt Vorfach durch die Kiemen nach außen ziehen, fertig. Das klappt mit kleinen genausogut wie mit großen.

    Ich hatte auch schon diverse "Unfälle" mit Hechtbeifang, als das da wären der Hecht auf Tauwurm, der Hecht auf Maden, während 2 Meter weiter mein Köfi umsonst wartete, der Hecht auf Miniwobbler (Salmno Hornet in 4 cm, 3 Gramm), übrigens schon alleine dieses Jahr 8 Hechte darauf, die größten waren 2x 80 und 1x 74 cm, Hechte beim einholen auf Teig, Kartoffel usw.

    Wenn der Hecht 5 Minuten gebraucht hat, um davon zu schwimmen, dann war es wohl ein langer Drill und dann noch ne Zeit für ein Foto..., macht nix, wenn er wegschwimmt und nicht blutet wie die Sau, wird ers überleben und schnell vergessen.


    Nun zu Catch&Release:
    Würden mehr Angler ihre Fische nach dem Fang schonend abhaken und wieder zurücksetzen (war echt professionell, den Fisch solange festzuhalten, bis er von alleine wegschwimmt), sähe es mit unseren Fischbeständen weitaus besser aus.
    Ich wundere mich immer wieder über Angler, die fangen Massen an Fisch und dies regelmäßig, schlagen alles ab und nehmen die Fische mit.
    Irgendwann muß doch der Hunger gestillt und die Gefriertruhe voll sein. Aber dann wird an alle Bekannten und Verwandten Fisch verschenkt oder sogar noch weiterverkauft.
    Später wundern sich eben diese Angler und beschweren sich, es seien keine Fische mehr da!
    Die Gesetze sind widersprüchlich (Bundes- vs Landesgesetze), halte mich da lieber wie Andal im Zweifel an das höherwertige übergeordnete Bundesgesetz, in dem da steht, zum töten eines Wirbeltieres muß ein vernünftiger Grund vorliegen. Will ich den Fisch nicht mitnehmen, dann setze ich ihn zurück, basta.
    Habe dieses Jahr schon 38 Hechte gefangen, davon 4 Stück entnommen, der Rest schwimmt wieder, kann sich wieder fortpflanzen.
    Ist wieder Platz in meiner Gefriertruhe, dann kommt wieder einer mit nach Hause.

    Beim Fischen mit Köfi nur ein 15-20 zentimeter langes Stahlvorfach zu verwenden ist äußerste fahrlässig, denn ein großer Hecht hat in kürzester Zeit einen kleinen Köfi geschluckt und dann ist das Vorfach überbissen.
    Beim Fischen mit Köfis sollte das Vorfach mindestens 50, besser 70 cm lang sein.
    Da diese Vorfächer selten fertig zu kaufen sind, sollte man sie sich lieber selbst anfertigen. Dazu braucht man lediglich Vorfach als Meterware sowie passende Drillinge, Quetsxchhülsen und ne gescheite Quetschhülsenzange mit 5 Druckpunkten.
    Damit kann man auch für jede Köfi-Größe ein maßgeschneidertes System günstig herstellen.

    Für den Preis kannst du dir locker 3 Stück selber machen, vorausgesetzt, du hast ne vernünftige Hülsenklemmzange.
    Zum Schleppen oder Spinnen einfach das Holz gegen Draht austauschen, den du hinten als Haken umbiegst, der hält dann den Köfi zusätzlich schön fest.

    Hy Tobbes,


    den Slider führst du am besten abwechsungreich mit mehreren kurzen kleinen Schlägen hintereinander, immer mal die Frequenz wechseln.


    Am besten ist hier eindeutig ne Jerkrute und Multi, ich persönlich habe die Quantum Hypercast Jerk in 1,80 und als Multi die Shimano Calcutta 251 LH.
    Ist zwar nicht ganz billig, aber hier lohnt es sich eindeutig zu sparen und lieber etwas länger mit dem Kauf zu warten.
    Hatte auch zuerst gespart und als Multi die Roszemeijer Element-Reel gekauft, die hatte aber schon beim 5. mal Jerken die Segel gestrichen und ist gestorben.
    Marc M. von Jerkbait.de hat sie dann aber zurückgenommen und ich habe gegen Aufpreis die Shimano genommen, zu der er mir schon zuvor geraten hatte.
    Zwischen diesen beiden Rollen liegen Welten.
    Hatte aber an dem Tag, an dem die Multi starb, mit ner 3-Meter-Spinnrute und Stationärrolle weitergefischt mit dem Salmo und noch drei Hechte erwischt. Es geht also notfalls auch so, ist aber auf Dauer nicht zu empfehlen, sehr schweißtreibend die Führung und das Gerät stöhnt.
    Übrigens kosten im ACP die Salmos 9.95, wärmstens empfehlen kann ich dir aber auch die Crappies von Marc, einfach geil, wie die laufen und fangen.

    Wer suchet, der findet...


    Ne, ganz einfach: Stahlvorfach gibts als Meterware von verschiedenen Herstellern. Dieses einfach auf die gewünschte Länge bringen, dann gibt es verschiedene Methoden.
    Es gibt spezielle Quetschhülsen und auch passende Zangen dafür, damit stellst du dann die erforderlichen Schlaufen her, in die schon vorher z.b. Haken oder Wirbel/karabiner eingeschlauft werden können. Zudrücken, fertig.
    Man kann auf diese Art auch Systeme mit mehreren Haken zum Köfi-Fischen herstellen.

    Ich kann vor Hardmono nur warnen und sogar manche Händler schreiben ihre Vorbehalte in die Beschreibung mit rein.
    Hardmono ist nicht bißsicher, auch wenn es oft gut gehen mag.
    Wenn man schaut, welchen Durchmesser hardmono haben muß, um einigermaßen bißsicher zu sein und welchen Durchmesser moderne Stahlvorfächer haben, frage ich mich, wie man glauben kann, Hardmono wäre für die Fische eher nicht zu sehen.

    Ich mache mir auch "fast" alle Stahlvorfächer selbst.
    Zum normalen Spinnfischen mit Blinker, Spinner, Wobbler und Gufis nehme ich das billigere 1x7, da bekommt man 10 Metr schon für unter 10 Euro.
    Fürs Jerken wegen der größeren Belastung nehme ich Flexonit,
    lediglich fürs ganz leichte Spinnfischen nehme ich die Vorfächer von PB in 5 Kilo Tragkraft.
    Fexonit samt Zubehör gibts außer bei Stollenwerk auch bei jerkbait-fishing.de

    Gerade große Köder kann ich aus eigener Erfahrung wärmstens empfehlen.
    Hatte bis letztes Jahr meist mit Spinnern und Blinkern auf Hecht geangelt, dabei im letzten Jahr nur 13 Hechte gefangen.
    Habe dieses Jahr angefangen zu Jerken und auch mit großen Wobblern zu fischen, habe heute morgen Hecht Nr. 32 und 33 gefangen.
    Davon gehen 4 Hechte auf Miniwobbler (2 x 80, 74 und 70 cm), Salmo Hornet, 4 cm, 3 Gramm und waren Beifänge beim angeln auf Barsch und Döbel,
    4 Ederseehechte auf 12 cm Salmo Perch-Wobbler, der Rest, also 25 Hechte bis 95 cm biß auf Jerkbaits. Aber selbst kleine Hechte schrecken nicht vor großen Ködern zurück, habe auf 90 Gramm-Jerkbait in 15 cm schon 40er Hecht gefangen.
    Einer der Gründe für die Fängigkeit sehe ich wie Andal in der Wirtschaftlichkeit, den anderen darin, daß die wenigsten Angler so große Köder benutzen und diese damit gerade in vielbefischten Gewässern den erfahrenen Hechten noch unbekannt sind.

    Es gibt Leute, die behaupten, das die Blechpeitsche nicht aus irgendwelchen Carbonmaterialien hergestellt ist, sondern es sich hierbei um die Funkantenne eines Leopard 2 Panzers handelt. :lol:

    Ich nehme dieCarbonX Vorfächer sehr gerne in 5 Kilo Tragkraft, um sie meinen Salmo Hornets an der Lahn vorzuschalten, durch die fehlende Quetschhülse ist es nicht so auftragend und hält sehr gut. Vorfachglätter habe ich auch.
    Stärkere Vorfächer stelle ich mir mit Quetschhülsen sebst her.
    Zum normalen Spinnfischen 1x7, für Jerks Flexonit.

    Zum einen brauchst du entsprechendes Gerät, nämlich ne feine Rute und ne ordentliche Rolle mit entsprechender Schnur.
    Ich selbst fische die Berkley Skelletor in 2,70 mit ner Mitchel 308x und ner Whiplash Pro 0,06, alternativ ne 0,20er Mono.
    Damit schaffe ich es, meine Salmo Hornet mit den gleichen Maßen wie dein Rapalla um die 20, bei günstigem Wind 25-30 Meter rauszufeuern.
    Genügt das nicht, schalte einfach nen schwimmenden Sbirulino vor, Vorfach dann ca. 1,50 Meter, dann kannst du die Dinger bis zum Horizont werfen.