Ich habe mich nun auch nochmal im Internet zu diesem Thema recherchiert (Danke für den Tipp!)
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, schreibt das hessische Fischereigesetz vor, dass jeder gefangene maßige Fisch getötet und verwertet werden soll.
Ich wenn ich die Berichte der vom Kormoranbefall betroffenen Angelvereine lese und die arogante Darstellung der Vogelschützer, dann stellen sich mir die Nackenhaare hoch.
Die Vogelschützer erklären da, es gäbe zu wenig wissenschaftliche Studien, die das Leerfressen eines Flusses belegen können. Die Vereine habe dort nur unzureichende Fangstatistiken vorlegen können. (Die sollten wohl belegen ob es in dem Gewässer vorher Fisch gab) Und die Angelvereine wären doch selbst schuld, wenn sie durch ihre Besatzmaßnahmen die Kormorane anlocken.
Dass durch das Leerfressen kleiner Flüsse das ökologische Gleichgewicht gestört wird, wird nicht erwähnt.
Ich finde, wenn jemand Tiere hegt und schützt, dann sollte er auch an der Beseitigung des Schadens seiner Schützlinge beteiligt werden. Es kann doch nicht sein, das die Angelvereine den Fressschaden (das Futter) der Kormorane alleine bezahlen sollen. Die Vogelschützer sollten sich daran finanziell beteiligen.
Ich kann das einfach nicht nachvollziehen, was die hessische Landesregierung da für Gesetze macht. Es gibt doch bestimmt mehr Angelfischer wie Vogelschützer, warum werden da unsere Interessen nicht besser vertreten? Die Vogelschützer haben wohl die besseren Argumente?