Beiträge von Uli Beyer

    In der kälteren Jahreszeit stehen die Zander mit großer Sicherheit auch in tieferen Gefilden. Wie tief ist denn Euer Gewässer. Dann wirst Du wahrscheinlich an den tiefsten Stellen Erfolg haben. Ist das Wasser flach, so wird&s schwer. Die tiefsten Stellen sind aber meist krautfrei und dann recht gut mit Gummi & Co. zu befischen!

    Grundsätzlich würde ich für Deine Zwecke eine 2,70 Meter lange Rute empfehlen, die leicht, ausgewogen und sehr schnellkräftig ist. Für Hecht ist ein WG um die 80 Gramm sehr gut!


    Wenn Du Dich an "meiner Wahl" orientieren möchtest: Ich fische die sogenannte "Uli Beyer Spezial" von Dreamtackle (2195 270). Diese Rute deckt 90 % meiner Angelfälle ab und liegt bei 149 Euro.

    Schwere Diagnose!


    Es könnte an der zu hohen Ködergeschwindigkeit, dem zu hohen Bleikopfgewicht oder aber auch der zu weichen Rute liegen... Viele weitere Gründe fallen mir bei längerem Überlegen auch noch ein. :?

    Dafür gibt es leider keine Pauschalrezept! In der Regel stehen die Großhechte nicht zwangsläufig tiefer oder flacher. Sie orientieren sich ebenfalls am Futterfisch. Ich würde es einfach einmal mit größeren Ködern versuchen (23 cm Shads z.B.). Auch die kleinen Hechte beissen darauf und die größeren gehen deutlich besser daran!

    Alle Faktoren sind wichtig! Je nach Lichteinfall und Wassertrübung jedoch mit unterschiedlicher Gewichtung. Je "sichtiger" das Wasser, desto wichtiger die Farbe! Im trüben Wasser sind "fluo-Farben" oft auch im Vorteil... Sonst fängt weiß und "natur" auch meist recht gut...

    Eine "Ferndiagnose" fällt mir dabei schwer. Mit Sicherheit "ändert sich etwas". Bei uns ziehen die Fische wirklich in die Nebengewässer - tiefe, ruhige Seen. Auch ruhige Buhnen, Hafenmündungen etc. könnten jetzt gut sein. Wegen dem reduzierten Stoffwechsel mag der Zander jetzt wohl keine Strömung mehr. Ohne Boot wird&s dann vielerorts schwierig - die Zeit der "Vertikalfischer" ist jetzt gekommen. Eventuell läßt sich mit geworfenen Shads in den Seemündungen und Häfen abends und in der 1. Nachthälfte noch etwas bewirken!

    Spezialistenfrage! :D


    Hier macht sich natürlich die Erfahrung der Vortage bezahlt. Kennst Du die gängigste Beisszeit? Wenn garantiert Beisszeit ist und nichts passiert, so ist ein schneller und häufiger Platzwechsel angesagt. Wenn ich aber von den Vortagen weiss, dass ein Platz produktiv war, so "verharre" ich auch einmal gern. Vom Boot aus ist aber auch das Echolot ein extrem wichtiger Helfer für meine Entscheidungen! Bin ich sicher, dass der Fisch "da" ist, wird durchprobiert...

    Hallo Tobbes,
    die Rolle benutzen wir gleich! :D Deine Rute kenne ich leider nicht! Ich habe viel die Rozemeijer-Jerk im Gebrauch, allerdings auch ein paar Prototypen von Dreamtackle. Als Schnur habe ich die Stroft GTP in 10-12 Kilo im Gebrauch... :)

    Hallo Marian,
    tatsächlich ist es mir schon gelungen, mit Gufis auch den Dorschen recht erfolgreich nachzustellen. Vom Kutter hatte ich immer recht schwere Bleiköpfe (45-80 Gramm) und meist orangefarbige Slottershads von 13-15 cm. Die Köderführung war recht unterschiedlich und hing wie beim Pilken von der Tagesform der Fische ab. Meist war es ein leichtes Zupfen, manchmal aber auch ein recht aggressives Hochreissen! Leider kann man das nicht verallgemeinern!


    Letztens waren meine Gufis absolute Versager und ich fing sehr gut mit einem sehr aggressiv geführten Pilker... :?

    Ich nenne einmal 5...


    1. Zalt-Sinking 14 cm
    2. Rapala Super Shad Rap
    3. Rapala Magnum 14 + 18 cm
    4. Castaic Trout 9 inch
    5. Bill Lewis Super Trap

    Beim Kauf eines Echolotes sind verschiedene Kriterien zu beachten:


    1. Sendeleistung - wie bei einer Taschenlampe können viele "weit leuchten". Allerdings "siehst" Du mit mehr Leistung besser...
    2. Auflösungsvermögen - die Anzahl der Bildpunkte auf einem Echolotbildschirm macht das genaue Erkennen der Unterwasserwelt erst möglich. Ein einfaches Gerät erlaubt nur eine schlechte Interpretation der eingefangen Echos.
    3. Der Sendewinkel des Schwingers: Je tiefer Du sehen möchtest, desto kleiner sollte der Winkel sein, da Schrägen/Kanten usw. schlechter angezeigt werden und eigentlich "immer" Fische auf dem Echolot angezeigt werden, obwohl diese recht weit vom Boot entfernt stehen...

    Ich glaube, manchmal ist etwas dran! Wenn ich auf meine eigenen großen Fänge sehe, so habe ich auffällig viele große Hechte und Zander auch auf große Köder gefangen (20-25 cm Shads) - OBWOHL ich mehr mit kleineren Ködern angle (15 cm)! Allerdings würde ich sagen, dass im Sommer kleinere Köder ebenso gut oder sogar besser fangen. Im Herbst ist der Großköder eindeutig vorn!

    Schön einfache Frage!


    Ich verwende so gut wie immer 1x7 bzw. Sevenstrand als Vorfach. Es ist günstig und einfach zu verarbeiten.


    Dicke Vorfächer verarbeite ich gern mit der Klemmhülse (14 Kilo).


    Dünne Vorfächer von 6-9 Kilo werden meist getwizzelt... (wenn es schnell gehen muß und ich bin zuhause, klemme ich die auch schon einmal)

    Die Frage ist ebenso schwierig zu beantworten wie die nach der richtigen Geschwindigkeit beim Spinnfischen. Grundsätzlich gilt: "Langsamer ist fängiger"


    Allerdings gibt es Tage, an denen der Fisch recht wild und aggressiv ist. Dann kann man mit höherer Geschwindigkeit mehr Fläche absuchen und findet eher einen Fisch. Deshalb: Keine Regel ohne Ausnahme!

    Hallo Rukie,


    nach meinem Kenntnisstand ist das Schleppen auf der Müritz leider verboten. Das wäre an "sonstigen Gewässern", wo es erlaubt ist, meine "Einstiegshandlung": Langsam mit den Echolot über&s Wasser fahren und Fische suchen. Nicht nur Räuber, sondern überhaupt irgendwelche Fische und Unterwasser-Strukturen.


    Sind fischige Bereiche gefunden, so lasse ich mich darüber dann gern driften und werfe mit Gufis oder Wobblern - je nachdem, wie tief bzw. dicht über dem Grund die Fische ausgemacht wurden.


    Stellen sich irgendwo Bisse ein, so werden diese Punkte mit GPS oder Markierungsboje "sichtbar" gemacht und intensiver befischt.


    In Meck-Pomm. ist das wegen Schlepp- und Driftverbot vielerorts schwieriger! Tatsächlich ist dann eine Gewässerkarte extrem hilfreich. Ich erinnere mich, dass es im Blinker-Sonderheft "Deutschlands beste Hechtgewässer" eine solche Karte von der Müritz auch gibt. Dort sind auch schon so viele gute Stellen eingetragen, dass das Absuchen bestimmt länger als einen Angelurlaub dauert.


    Konkret zur Jahreszeit möchte ich empfehlen, dass von 0 Metern (ufernah!) bis ca. 6 Metern Wassertiefe die meiste Angelzeit aufgewendet wird. Driftend mit Jerkbaits oder Zaltwobblern würde ich über 2-5 Metern Wassertiefe dringend probieren. Das klappt zu dieser Zeit in sehr vielen Gewässern gut (Achtung! Ich bin nicht sicher, ob driften dort nicht auch verboten ist! Dann bitte mit leichtem Anker ankern und öfter versetzen!!)

    Ich habe in der Regel 2 Ruten im Gepäck:


    Zu 90 % fische ich mit der Dreamtackle-Rute "Uli-Beyer-Spezial" mit 85 Gramm Wurfgewicht. Es ist eine sehr leichte, ausgewogene und 2,70 Meter lange Rute, die ideal für Köder von 13-20 cm ist. Auch 25 cm Länge fische ich damit gern.


    Die restlichen 10 % meiner Spinnangelzeit fische ich mit der sogenannten Uli-Beyer-Spezial "M55". Die Schweizer-Rute "Troutin-Spin" mit einem WG von bis zu 28 Gramm (auch 2,70 m lang) habe ich dabei als Alternative...


    Für Jerkbaits habe ich eine Rozemeijer-Rute im Gepäck! Das ist aber selten und sollte hier keine Berücksichtigung finden.